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Fragen & Antworten

Fragen und Antworten

Ist mein Haus für eine PV-Anlage geeignet?

Die Solarstrahlung in Deutschland ist in allen Regionen groß genug, um Solarstromanlagen sinnvoll zu betreiben.

Grundsätzlich können Photovoltaikanlagen überall dort installiert werden, wo ausreichend Licht hinfällt. Den besten Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit etwa 30° Neigung. Eine Abweichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 20° und 50° verringern den Energieertrag nur geringfügig. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser, Schornsteine, u.s.w. sollten vermieden werden, oder durch entsprechende Verschaltungs-Technik minimiert werden.

Muss eine PV-Anlage baulich genehmigt werden?

Eine Solaranlage auf einem Einfamilienhaus, die in den meisten Fällen auf dem Dach errichtet oder in das Dach integriert wird, ist derzeit im Saarland und in Rheinland-Pfalz genehmigungsfrei. Bestehende Genehmigungspflichten regeln die einzelnen Landesbauordnungen (LBO) der Bundesländer. Einzusehen sind diese unter www.bauordnungen.de.

Grenzen der Genehmigungsfreiheit sind auch in den jeweiligen Landesbauordnungen genannt. Diese betrifft oft Anlagen die nicht auf Dächern errichtet werden wie z.B. Freiflächenanlagen und Fassaden- bzw. Überkopfanlagen. Es ist ratsam, vor dem Bau der Anlage in der Landesbauordnung nachzulesen bzw. beim Bauamt nach der Anzeige- oder Genehmigungspflicht nachzufragen.

Eine Ausnahme ist der Denkmalschutz. Dieser bezieht sich auf denkmalgeschützte Gebäude. Bei diesen ist grundsätzlich eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde einzuholen. Auch hierfür gibt es bereits optische Lösungs-Möglichkeiten. Fragen Sie uns!

Welche Montagearten sind möglich?

Photovoltaik-Module lassen sich auf nahezu allen Dach-Typen installieren. Fachgerecht eingebaut, sind sie ein echter Blickfang – Ihr Gebäude wird aufgewertet.

Wir unterscheiden vier mögliche Montage-Arten. Die Aufdach-Montage (über der Dach-Haut), die Indach-Montage (in die Dach-Haut integriert), die Freiaufstellung und die Fassadenmontage. Bei der Wahl der Montageart spielen neben der für die Module günstigsten Ausrichtung und Neigung immer auch optische und statische Gesichtspunkte eine Rolle.

Die Montagezeit einer Solaranlage nimmt in der Regel nicht mehr als zwei bis drei Tage in Anspruch.

Muss der Solarstrom ins Netz eingespeist werden?

Nein, der Strom kann auch im eigenen Haushalt direkt verbraucht und nur der Überschuss ins Netz eingespeist werden. Durch den sog. Eigenverbrauch spart man dann den Haushaltsstrompreis (durchschnittlicher Preis ca. 26,00 Cent/kWh).

Darüber hinaus kann der erzeugte Solarstrom auch zwischen-gespeichert und in der Nacht oder an Regentagen verbraucht werden. Seit dem ersten Mai 2013 wird diese Technik in Deutschland mit bis zu 3.000,00 Euro gefördert. (siehe hierzu auch Menüpunkt => Solarstrom => Speicher-Förderung)

Wie hoch ist die Lebensdauer einer PV-Anlage?

Die Hersteller von Solarmodulen bieten inzwischen Garantien zwischen 10 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer von Photovoltaikmodulen liegt bei 30-40 Jahren. Die ersten Solarstromanlagen in Deutschland sind schon über 40 Jahre alt und funktionieren in der Regel noch gut. Generell ist eine Photovoltaikanlage sehr wartungs- und störungsarm. Die Solar-Zellen unterliegen einer natürlichen Degradation (Leistungs-Abnahme). Diese beträgt bei kristallinen Zellen ca. 0,5 Prozent pro Jahr. Nach 20 Jahren also etwa 10 Prozent. Der Netzeinspeiser (oder auch Wechselrichter genannt) ist das einzige elektronische Teil, dass im Laufe der Jahrzehnte ggf. repariert oder gar getauscht werden muss. Die Geräte der neuesten Generation sind allerdings auch sehr zuverlässig. Außerdem werden Netzeinspeiser im Zuge der Massenproduktion von Jahr zu Jahr leistungsstärker und günstiger.