Logo Netwerk Solar
service

Versicherung

Versicherung von Sachschäden an PV-Anlagen

 

A) Über die bestehende Gebäudeversicherung

Die Photovoltaikanlage gilt baulich gesehen als ein Bestandteil des Gebäudes. So wird sie normalerweise in die Gebäudeversicherung mit aufgenommen. Die Anlage muss aber dem Wohngebäude-Versicherer gemeldet werden; je nach Versicherungspolice kann sich dann die Versicherungssumme für das Haus um die Investitionssumme der PV-Anlage erhöhen. Schäden, welche durch Sturm, Hagel, Feuer, Blitz und Leitungswasser entstehen, sind dann i.d.R. gedeckt.

Will man die PV-Anlage über die Wohngebäudeversicherung gegen Sachschäden absichern, sollte jedoch bereits vor der Installation der PV-Anlage mit der Versicherung schriftlich abgeklärt werden, ob und gegen welche Schäden die Anlage bis zu welcher Höhe mitversichert werden kann, gegebenenfalls ist eine Deckungserweiterung vorzunehmen. Entsprechendes gilt für die Deckung von Überspannungsschäden an der PV-Anlage durch Blitzschlag. Die Höhe der Versicherungs-Prämie errechnet sich meist auf der Grundlage der Generatorfläche (m²) oder der Generator-Nennleistung (kWp). Die Integration Ihrer PV-Anlage in die bestehende Gebäudeversicherung sollten Sie sich in jedem Fall schriftlich bestätigen lassen. Schäden durch Vandalismus, Diebstahl oder Bedienungsfehler können durch die Gebäudeversicherung normalerweise nicht abgedeckt werden. Wer dies möchte sollte eine spezielle PV-Versicherung abschließen.

 

Photovoltaik #3

B) Über eine gesonderte Versicherung für PV-Anlagen

Für die PV-Anlage kann auch eine gesonderte Versicherung zur Deckung von Sachschäden abgeschlossen werden. Dabei handelt es sich in der Regel um die Deckung von “Allgefahren”. Dies sind z. B. Sturm, Hagel, Feuer, Blitzschlag, Explosion, Sturm, Frost, Schneedruck, Diebstahl, Vandalismus, Bedienungsfehler, Fahrlässigkeit, Konstruktions- und Ausführungsfehler, Schadenssuchkosten. Die Versicherung erstreckt sich auf die gesamte Anlage einschließlich Verkabelung, Einspeisezähler, Wechselrichter etc.

Ist die Anlage bereits in der Gebäudeversicherung enthalten, können die dort versicherten Gefahren in der Spezial-Police ausgeschlossen werden. Einige Versicherungen gewähren für die bereits versicherten Schäden Rabatt auf die Prämie. Der Ertragsausfall, der aus Schäden entsteht, die über die Wohngebäudeversicherung gedeckt sind, wird dann natürlich nicht ersetzt.

Häufig ist in den Verträgen eine Eigenbeteiligung bei Schadensfall enthalten. Auf Anfrage können im Rahmen dieser Versicherungen häufig noch weitere Zusatzrisiken mitversichert werden.

Die Höhe der Beiträge sind auch hier u. a. abhängig von der installierten Leistung, Laufzeit des Vertrages, Versicherungs-Summe, Art des Aufbaus (Flachdach/Schrägdach) etc..

 

C) Sachschäden in der Bauphase

Sachschäden, die während der Bauphase unvorhergesehen und plötzlich auftreten, z. B. Beschädigung der Module während des Einbaus, können über eine gesonderte Montageversicherung abgesichert werden. Die Versicherung gilt hauptsächlich für Installateure sowie bei Selbstmontage, wenn eine fachlich versierte Person die Montage überwacht. Wird die Anlage in einen Neubau integriert, greift im Schadensfalle normalerweise die Bauleistungsversicherung, bzw. die Installation der Anlage kann in sie aufgenommen werden. Entsprechende Fragen sind aber mit der Versicherung zu klären!

 

 

Versicherung von Personen- und/oder Sachschäden durch PV-Anlagen

 

Ein Dachdecker bessert z. B. das Dach aus, berührt ein blankes Kabel und wird durch einen Stromschlag verletzt, oder ein Teil der Anlage fällt vom Dach und beschädigt das Auto des Nachbarn. In solchen Fällen stellt sich natürlich die Frage “Wer haftet jetzt für den entstandenen Schaden?” Dieses finanzielle Risiko und auftretende Folgeschäden decken normalerweise Haftpflichtversicherungen ab. Nun sind bei PV-Anlagen verschiedene Situationen gegeben:

 

- Die Solarstrom-Anlage ist auf dem Dach eines selbst genutzten Einfamilienhauses installiert. Normalerweise (nicht immer) greift hier die Privathaftpflicht. Risikozuschläge in Abhängigkeit von der Größe der PV-Anlage sind möglich.

 

- Die Solarstrom-Anlage ist auf dem Dach eines eigenen Mehrfamilienhauses installiert. Normalerweise besteht dann Versicherungsschutz über die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.

 

- Wird die Solarstrom-Anlage auf dem Dach des eigenen Firmengebäudes (Gewerbe) installiert, ist sie normalerweise über die Betriebshaftpflichtversicherung mitversichert, wenn in dieser das Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtrisiko enthalten ist.

 

 

Wichtig:

Man sollte grundsätzlich bei seiner Haftpflichtversicherung schriftlich anfragen, ob die Solarstromanlage in den oben genannten Fällen mitversichert ist oder mitversichert werden kann, und sich dies auch schriftlich bestätigen lassen. Einige Versicherungsunternehmen bieten eine gesonderte Solarhaftpflichtversicherung an.