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Blitzschutz und Erdung

Maßnahmen gegen Schäden durch Blitzeinschlag.

Solarkollektoren und Photovoltaikmodule sollten bei Bedarf blitzschutzgerecht geerdet werden. Auf öffentlichen Gebäuden schreiben die Landesbauordnungen generell den Einbau von Blitzschutzanlagen vor. Auf privaten Gebäuden ist es in der Regel eine freiwillige Maßnahme. Allerdings stellen nicht nur direkte Blitzeinschläge sondern auch indirekte eine Gefahr für die Photovoltaikalage durch Überspannung dar.

Einige Sachversicherungen schreiben den Einbau einer Blitzschutzanlage beim Einbau einer Photovoltaikanlage vor. Der Verband der Sachversicherer (VdS) hat in der Richtlinie 2010 zum Blitz- und Überspannungsschutz für Objekte in vereinfachter Weise Schutzklassen und Überspannungs-Schutzmaßnahmen den Objekten zugeordnet, z.B. Gebäuden mit einer PV-Anlage größer als 10 kWp.

Äußerer und Innerer Blitzschutz

Befindet sich bereits eine Blitzschutzanlage auf dem Dach, muss das Konzept so umgebaut werden, dass die Solaranlage integriert wird, um das Gebäude und die Anlage selbst vor einem direkten Blitzeinschlag zu schützen. Der Blitzeinschlag wird über die Erdung ins Erdreich abgeleitet.
Der innere Blitzschutz soll die Gefahr von Überspannungen im Gebäude reduzieren und Schäden an der Anlage (Wechselrichter und Module) vermeiden, die durch indirekete Blitzeinschläge in Entfernungen bis zu 1,5 km der Anlage erfolgen können.
Diese Überspannungen können auch über Leitungen ins Haus gelangen. Eine Lösung bieten Überspannungsableiter am Generatoranschlusskasten sowie an der DC-Freischaltstelle des Wechselrichters. Überspannungsschutzgeräte schützen den Wechselrichter von der Wechselstromseite her.